OPC – Wichtige Qualitätsmerkmale Weintrauben

Woran erkenne ich gutes OPC?

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

seit über 25 Jahren sind wir Ihr zuverlässiger Partner für hochwertige Nahrungsergänzung und haben es uns zur Aufgabe gemacht, Ihre Gesundheit zu erhalten und Krankheiten vorzubeugen. Bereits vor über 20 Jahren haben wir Ihnen als einer der Ersten mit unserem OPC120® plus Acerola ein zertifiziertes und geschütztes OPC-Produkt angeboten, das sich seither einer großen Beliebtheit erfreut.
Leider ist das Angebot an OPC-Produkten inzwischen nahezu unüberschaubar und es kommen ständig neue Produkte unterschiedlichster Qualitäts- und Preisstufen hinzu. Daher ist es nicht verwunderlich, dass wir häufiger Anfragen von verunsicherten Kunden erhalten, wie beispielsweise die von Helga S.:

„Ich habe im Internet ein OPC-Produkt mit 95 % OPC zu einem deutlich günstigeren Preis entdeckt. Warum ist Ihr Produkt trotz des viel geringeren OPC-Gehalts so teuer?“

Hierzu nehmen wir gerne Stellung und möchten Ihnen im Folgenden einige Informationen zur Qualität unserer OPC-Produkte, den Unterschieden zu anderen, fremden Produkten sowie einige Tipps mit auf den Weg geben, woran Sie ein gutes OPC-Produkt erkennen.
Proanthocyanidine gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen und werden aufgrund ihrer Struktur der Gruppe der Flavanole zugeordnet. Sie bestehen aus mehreren, aneinander gereihten Catechin-Molekülen und besitzen eine antioxidative Eigenschaft.
Innerhalb der Proanthocyanidine unterscheidet man nun abhängig von der Anzahl der verbundenen Catechine zwischen den monomeren Proanthocyanidinen, oligomeren Proanthocyanidinen (dem OPC) und den polymeren Proanthocyanidinen. Ab einer Verbindung von zwei Catechin-Molekülen spricht man von OPC, wissenschaftlich umstritten ist jedoch, ab welcher Kettenlänge die Polymere beginnen.

Im Jahr 2000 definierte eine Forschergruppe aus den USA OPC erstmals als Proanthocyanidine mit einer Kettenlänge von zwei bis zehn Catechinmolekülen1. Ein Expertengremium, das im darauffolgenden Jahr 2001 Richtlinien zur Analyse und Deklarierung von Traubenkernextrakten erarbeitete, gab jedoch keine präzise Definition für OPC an2. Entsprechend groß ist der Spielraum für Anbieter von OPC-Produkten und somit auch die Qualität der angebotenen Produkte.

Bei der Auswahl eines OPC-Produkts sollte man daher sehr sorgfältig vorgehen, denn ein Traubenkernextrakt ist nicht gleich OPC. Besonders irreführend ist die Angabe „95 % Polyphenole = 95 % OPC“ im Zutatenverzeichnis. Bei solchen Produkten wird einfach die gesamte Menge an Pulver als OPC deklariert, was nicht korrekt ist. Die prozentuale Angabe steht nur für den Gesamtgehalt an Polyphenolen und hat nichts mit dem eigentlichen OPC zu tun, dessen tatsächlicher Wert bei solchen Produkten bei unter 1 % liegen könnte.


OPC Vergleichstabelle

Während eine falsche Deklaration die Folge von Unwissenheit sein kann, so gibt es leider auch Anbieter, die bewusst versuchen einen minderwertigen Rohstoff aufzuwerten und beispielsweise mit günstigen Erdnusspolyphenolen anreichern, um so einen höheren Gesamtpolyphenolgehalt ausweisen zu können. Hier liegt in der Folge zumeist nicht nur der eigentliche Gehalt an OPC deutlich niedriger als die Auslobung, sondern diese Produkte werden häufig gänzlich ohne Begleitdokumente angeboten, sodass Sie als Kunde keinerlei Gewissheit haben, welche Substanz in den Kapseln abgefüllt wurde.

Da es also mittlerweile ein so großes OPC-Produktangebot auf dem Markt gibt, ist ein Nachweis mittels einer Chargenanalyse unerlässlich, um Ihnen die Sicherheit eines hochwertigen Produkts zu gewährleisten. Diese sollte den Gehalt an Polyphenolen, Proanthocyanidinen und dem eigentlichen OPC ausweisen. Hochwertige Produkte bestehen in der Regel zu 95 % – 100 % aus Polyphenolen, mit einem OPC-Anteil von 40 %. Gehen die Werte deutlich darüber hinaus, wurde entweder falsch deklariert oder es wurden chemische Lösungsmittel eingesetzt, um die OPC-Ausbeute zu erhöhen.
Als weiteres Hilfsmittel zur Qualitätsbestimmung kann auch der ORAC-Wert herangezogen werden. Dieser gibt Aufschluss über die antioxidative Kapazität des Rohstoffs3. Aufgrund der unterschiedlichen Messverfahren (ORAC 1.0 bis ORAC 7.0) und der unterschiedlichen Interpretation der Ergebnisse, sollten diese jedoch mit Vorsicht betrachtet werden. Als sekundäres Merkmal spiegeln sie jedoch sicherlich auch die Kompetenz des Anbieters wider, denn dieser sollte sich durchaus auch mit dieser Thematik befasst haben. Darüber hinaus sollte ein Hersteller stets auch telefonisch erreichbar sein und Ihre Fragen kompetent beantworten können.

Berücksichtigt man nun, dass für die Herstellung unserer OPC-Produkte 2.650 kg Traubenkerne benötigt werden um 1 kg Extrakt zu erhalten, dieser ohne Einsatz von Lösungsmitteln gewonnen und jede Charge von einem unabhängigen Labor neben ihrem OPC-Gehalt auch auf eine mögliche Belastung mit Schwermetallen, Mikroorganismen und Pestiziden untersucht wird (Analysezertifikat der aktuellen Charge OPC120®), rechtfertigt dies auch einen höheren Preis, denn die Qualität und Reinheit des Rohstoffs ist offenkundig ungemein höher als bei Vergleichsprodukten. In der Regel liegt der OPC-Gehalt von OPC120® und OPC240 sogar etwas höher als 40 %, wir weisen jedoch stets nur den Wert aus, auf den der Rohstoff garantiert standardisiert wurde.

Wir hoffen, Ihnen einen kleinen und verständlichen Einblick in die Welt des OPC und den wichtigsten Qualitätsmerkmalen gegeben zu haben und sollten Sie weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung.

Herzlichst Ihre

Dr. Martina Schlösser

Leiterin Forschung & Entwicklung

P.S.: Wussten sie Sie schon? Seit kurzem bieten wir Ihnen unser OPC in einer noch höheren Qualität an und zwar gänzlich ohne Hilfsstoffe, wie beispielsweise Magnesiumstearat. Das Beste daran: Sie erhalten das Produkt zum gewohnten Preis, denn die erhöhten Produktionskosten durch die aufwändigeren Arbeitsschritte übernehmen wir für Sie.

  1. Waterhouse, A. L., Ignelzi, S., & Shirley, J. R. (2000). A comparison of methods for quantifying oligomeric proanthocyanidins from grape seed extracts. American Journal of Enology and Viticulture, 51, 383–389.
  2. The Grape Seed Method Evaluation Committee (2001). Grape seed extract white paper. Under the Auspices of NNFA ComPli.
  3. Cutler GH, Alessio HM, Cutler RG. (1993). Oxygen-radical absorbency capacity assay for antioxidants. Free Radical Biol Med. 14 (3): 303-311.

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